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GeTie

Ziel des Projekts GeTie ist, Verantwortlichen in schweinehaltenden Betrieben die Erfassung und den Austausch von Tiergesundheits- und Tierwohldaten über moderne Medien zu erleichtern und damit einen Beitrag zur nachhaltigen, kundenorientierten Fleischerzeugung zu leisten.

Der Innovationscharakter des wissenschaftlich koordinierten und begleitenden Verbundprojektes liegt in der individuellen Erfassung und Verwaltung von Daten sowie der gezielten Steuerung und Freigabe an verschiedene Kommunikationspartner durch den jeweiligen Tierhalter.

Erstmals soll im geplanten Projekt ein produktionsbegleitendes stufenübergreifendes Kommunikationssystem bezüglich der Tierwohlleistungen entwickelt, bewertet und erprobt werden. Gleichzeitig soll das System von Landwirten und Tierwohllabelgebern dahingehend bewertet werden, inwieweit sich mit Hilfe einer Webplattform und assoziiertem App-Angebot, die Tierwohlleistungen abbilden, nachweisen und fair bezahlen lassen. Die Plattform für alle Akteure mit Tierwohlverantwortung wird so aufgebaut, dass sie die bestehenden IT-Systeme in der Futtermittel- und Fleischwirtschaft sinnvoll ergänzt.

Die Abkürzung steht für „Gemeinschaftsleistung Tierwohl“. In der aktuellen Diskussion um ein Voranbringen des Tierwohls wird häufig vergessen, welche großen Investitionen entlang der Wertschöpfungskette von Tierprodukten nötig sind, um entsprechend gute Bedingungen zu schaffen. Viele Kräfte bemühen sich, es den Tieren gut gehen zu lassen, was sich am Ende auch in der Qualität eines Produkts niederschlägt. Doch häufig schätzen die Kunden den betriebenen Aufwand nicht wert und verlangen immer niedrigere Preise, die ihnen der Einzelhandel auch bieten will.

Vorhaben

Schweinehaltende Betriebe werden in einem von der EU geförderten Projekt in Nordrhein-Westfalen als Erste in die Neuerungen eingebunden: Sie sollen festlegen, welche Kriterien in einen Katalog aufgenommen werden sollen, anhand dessen entlang der gesamten Wertschöpfungskette „Schweinefleisch“ der jeweilige Beitrag zum Gesamt-Feature „Tierwohl“ gemessen werden soll. Dies erzeugt zum einen Transparenz für die unterschiedlichen Stufen in der Kette bis hin zum Verbrauchenden; zum anderen soll diese Transparenz zu einer fairen Preisbildung beitragen, die entsprechende Investitionen und den Aufwand belohnen.

 

Beteiligte

Sieben schweinehaltende Betriebe sind in das Projekt eingebunden. Daneben übernimmt EQAsce die Lead-Funktion und koordiniert die unterschiedlichen Teile des Vorhabens. Der Rheinische Erzeugerring für Mastschweine und die Firmen ChainPoint und Veravis unterstützen den Aufbau einer Webplattform, über die Tierwohldaten gespeichert und verfügbar gemacht werden sollen.

 

Laufzeit

Das Projekt läuft von Februar 2020 bis Januar 2022.

 

Förderung

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